Reisebericht Große Skandinavien-RundfahrtFinnland / Norwegen08. Juni – 08. Juli 2022
![]() Nicht
dass uns das Norwegenvirus infiziert hat, weil wir nun schon zum
dritten Mal in dieses schöne Land fahren; nein
…. Aber uns liegt diese Art des Reisens jenseits der
pauschalen Angebote wo Alles: Mahlzeiten inclusive Essenszeiten,
Ausflüge, Museumsbesuche etc. schon vorgebucht und
vorausbezahlt sind. Auch sind wir des täglichen Kampfes um die
besten Plätze im Tour-Bus leid und exzellentes lokal
geprägtes Essen wollen wir unsschon gar
nicht entgehen lassen. Ein
wenig gespannt sind wir auf unseren Weg durch Finnland, der
für uns neu ist.Trotzdem
haben wir wieder, um Stress zu vermeiden, unsere
Übernachtungen von Deutschland aus reservieren lassen.
„Fjordtra“ war uns auch dieses Mal dabei eine
große Hilfe. Mit der Erfahrung der letzten Skandinavien-Tour
haben wir uns mehr Zeit an den Stationen unserer Reise
gegönnt und sind auch weiter in den Norden bis zum Nordkap
vorgedrungen, wohl wissend, dass wir dort nicht allein sein werden. Wir
wollten auch eine neue Route fahren, um das Erlebnis einer echten
Rundreise zu bekommen. Dies bedeutete, dass von Travemünde aus
über die Ostsee wir nach Helsinki schippern werden. Auch die
Ziele sind bis auf die Lofoten neu für uns.
Selbstverständlich ist auch der Fotoapparat mit dabei obgleich
die Jagd nach schönen Fotos diesmal nicht im Vordergrund
stehen soll.
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Tag 1 / Mi. (08.06.) |
Travemünde / FinnlinesAnreise nach Travemünde |
Heute
Nachmittag soll es losgehen. Wir haben viel Zeit zum Packen. Unser Ziel
alles im Kofferraum unterzubringen erreichen wir leider nicht. Das
Fährgepäck macht es sich also auf dem
Rücksitz bequem. Wir haben schon beim letzten Mal gute
Erfahrungen damit gemacht immer nur so viel Gepäck aus dem
Kofferraum zu nehmen wie man für diese Etappe braucht.Gegen
15.00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Travemünde und trotz
Stau sind wir um 20.00 Uhr mit die Ersten, die sich zum Check-Inn
anstellen. Boarding ist dann gegen 23.00 Uhr. Wie erwartet, ist unsere
Außenkabine noch nicht bereit, so dass wir es uns
zunächst in der Bord-Bar bequem machen. Das wird so empfohlen,
damit die Leute nicht in den Gängen stehen und das Personal
bei der Arbeit behindern. Es ist eine große Leistung in so
kurzer Zeit sämtliche Kabinen wieder bereit zu machen. Endlich
kommt die Durchsage, dass unser Deck bezugsfertig ist. Wir belegen die
unteren beiden Betten der 4-er Kabine und schlafen schnell ein. |
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Tag 2 / Do. (09.06.) |
FinnmaidOstsee und frisch gezapfter Rotwein |
Der
Morgen empfängt uns mit trübem Wetter aber die See
ist ruhig. Gegen 9.30 Uhr (+1) finnischer Zeit gibt es Brunch bis etwa
14.00 Uhr. Es ist sehr gut und reichhaltig, so dass wir uns
länger als gewohnt mit unserem Frühstück
aufhalten. Gut ist, dass bereits beim Einchecken für alle
Passagiere ein Tisch reserviert wurde. Man wird auch aufgefordert
das
Büffet noch ein zweites Mal zur Mittagszeit zu besuchen, was
auch von vielen
Passagieren genutzt wird.
Den
Tag verbringen wir mit Gucken, Fotografieren, Ausruhen. Die Finnmaid
ist nicht nur eine Passagierfähre. Das meiste ist
Stückgut,
wie man an den vielen Sattelaufliegern sieht.Das Wetter bessert sich auch. Das Abendessen ist wieder sehr gut: Wein und Bier aus dem Zapfhahn sind inklusive. Leckere kalte Vorspeisen wie Garnelen, Muscheln usw. Warm gibt es Ente, Roastbeef oder Lachs mit vielen Beilagen. |
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Tag 3 / Fr. (10.06.) |
HelsinkiChorfestival und karibische Rhythmen |
Gegen
9.00 Uhr Ankunft in Helsinki. Daher Aufstehen mit Wecker gegen 7.00 Uhr
und ausgiebiges Frühstück. Ausborden ist problemlos
aber dauert. Die Stadt empfängt uns mit strahlendem
Sonnenschein. Nach kurzer Fahrzeit haben wir das Hotel gleich gefunden,
aber noch ein paar Runden gedreht um auch den Eingang zum Parkhaus zu
finden. Die Einfahrt ist eng – sehr eng. Wir haben es ohne
Schäden am Abreisetag auch wieder verlassen. Wir können unser Zimmer sofort beziehen, kaufen im Hotel noch einen Helsinki Pass und fahren mit der Metro in die Innenstadt. Vor der Musikhalle finden die Proben zu einem internationalen Chorfestival statt. Wir machen eine lange Wanderung durch die Stadt zum Hafen. ![]() Im
Restaurant Kappeli machen wir eine ausgiebige Mittagspause.
Wir speisen fürstlich: Vorspeise: Krabbensalat mit Algenkaviar auf Salatbett und Dillsauce Hauptgang: Rentierrücken mit Möhren, Kartoffelstampf und Beerenchutney Dessert: Crème Brûlée mit Mangosorbet, Blaubeermousse und Mandelcreme Besonders
angenehm: In der Speisekarte sind Gerichte als laktosefrei
gekennzeichnet.
Leider
war nach unserem Mittagessen keine Bootstour mehr
möglich.
Also noch ein wenig rumgelaufen und dann mit Hop On/off zum
Hauptbahnhof. Gegen 18.00 Uhr erreichen wir pflastermüde das
Hotel. Abendessen fällt heute aus. Wir lassen uns den guten
Geschmack
nicht verderben und sind eigentlich
auch noch satt. Aber
wir raffen uns noch zu einer abendlichen Runde um das Hotel im
Stadtteil Hakaniemi auf. Wir entdecken
ein kultiges Bar-Schiff. Wir entern den fliegenden Holländer
auf ein Glas Bier / Wein und lassen den Tag bei karibischen Rhythmen
ausklingen.
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Tag 4 / Sa. (11.06.) |
HelsinkiHafenrundfahrt und Samba-Klänge |
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Im
Frühstücksraum ist es laut und voll, aber wir
ergattern noch einen Platz. Die Chorsänger vom Vortag
verabschieden sich und wir wollen zeitig am Bootsanleger sein. Wir
fahren mit der Metro zur Uni und laufen Eine Finnin aus Köln, die sich auf Heimaturlaub befand, kommt mit uns ins Gespräch. Sie erklärt uns einiges über die Mentalität der Finnen und rät uns, dass wir unbedingt in eine finnische Sauna gehen müssten. Ich erklärte ihr, dass wir gern gemeinsam in eine Sauna gehen das scheint in Finnland nicht üblich zu sein.
Zu unserer Überraschung findet auf dem Dom-Vorplatz ein Samba-Karneval statt.
Wir bleiben eine Weile und schauen dem Treiben und den gefiederten Schönheiten jeden Alters zu.
Irgendwann
müssen wir dringend aus der prallen
Sonne. Mit
Hop
On/off geht es Bevor wir mit der Metro wieder ins Hotel fahren, kaufen wir noch einige Vorräte für morgen. Eigentlich wollten wir wieder in den fliegenden Holländer aber Samstag ist nur private Party. Wir finden einen Platz in einer anderen Ufer-Gaststätte weil wir bereit sind etwas zu Essen. Bei Ceviche von der Jakobsmuschel und gegrillten Shrimps zum Pulen lassen wir entspannt den Abend ausklingen. |
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Tag 5 / So. (12.06.) |
Helsinki – JyväskyläSkispringen ins Schwimmbecken und Siri Rantanen |
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Heute geht unsere Entdeckungstour durch Finnland los. Wir schlafen fast bis 7.00 Uhr, dann stärken wir uns bei einem entspannten Frühstück für den Tag. Check-out erfolgt zügig, denn wir wollen los. Doch halt – wie kommen wir aus dem Parkhaus? Angeblich soll sich das Tor von allein öffnen. Nach kurzem Dialog mit der Rezeption werden wir befreit. Auf dem kleinen Parkplatz stellen wir das Navi für Lahti ein und dann geht es endlich los.
Wir schauen den Kindern beim Sommertraining auf den Mattenschanzen zu und bestaunen den Mut der künftigen Olympiasieger.
Wir
essen
noch etwas von unseren Vorräten und wollen dann
Wir erreichen Jyväskyla gegen 15.30 Uhr. Nach dem Einchecken und Ankommen im Hotel machen wir noch einen Spaziergang zum nahegelegenen See. Das Abendessen im zum Hotel gehörenden italienischen Restaurant ist schmackhaft und für hiesige Verhältnisse preiswert.
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Tag 6 / Mo. (13.06.) |
Jyväskylä - OuloAbseits der Piste, dann Fernsehabend |
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Obwohl recht voll, finden wir noch einen ruhigen Platz zum Frühstücken. Es ist vielfältig und jeder findet etwas für seinen Geschmack. Es müssen ja nicht immer frische Säfte sein. Gegen 10 Uhr haben wir alles zusammengepackt und fahren los. Beim Tanken an einer Automatik-Tankstelle sind wir völlig ratlos, aber ein netter Finne ist sofort zur Stelle und hilft.
Irgendwann müssen wir wieder auf die E75 wo wir in Takkatupa die Raststätte anfahren. Hier machen wir Mittagspause und essen sehr gut und preiswert vom Büffet. Bei der Weiterfahrt wechseln sich Sonne und Regen ab. Noch einen Kaffeestopp und wir fahren weiter bis Oulu. Das Hotel-Restaurant hat Sonntag und Montag geschlossen. Darauf sollte man in Finnland vorbereitet sein. Wir essen eine Kleinigkeit von unseren Vorräten und lassen mit kühlen Getränken und unserer Lieblingsfernsehsendung den Abend ausklingen. |
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Tag 7 / Die. (14.06.) |
Oulu – RovaniemiWeihnachtsmann am Polarkreis |
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Den Rest der Fernsehsendung schauten wir morgens bei unserem Kaffee im Bett. Nach dem Frühstück setzten wir geruhsam unsere Reise fort. Unser X1 und wir haben mittlerweile über 1.000 km auf den Achsen. Wir haben uns noch nicht an die für uns unaussprechlichen finnischen Ortsnamen gewöhnt. Manches klingt wie Knäckebrot und anderes wie Nachbars Lumpi.
Der Raststätten-Kaffee schmeckt nicht, belebt aber ein bisschen. Mittlerweile werden auch die Moskitos lästig. Wir
fahren zuerst an Rovaniemi vorbei um das Weihnachtsmanndorf zu
besuchen
und erleben den wohl größten Souvenirshop
Finnlands. Selbstverständlich balancieren wir auf dem
Polarkreis ohne abzurutschen und versenden die obligatorischen
Postkarten. Zurück
in Rovaniemi erreichen wir unser Hotel,
parken direkt am Haus nehmen eine Erfrischung an der Bar und gehen
anschließend in die Ortsmitte. Wir finden
das Gustav`s
welches Brigitte zuvor
er Auf dem Rückweg zum Hotel machen wir noch einige Fotos von der tollen Brücke über den Kemisjoki. Im Hotel die üblichen abendlichen Verrichtungen- Gute Nacht. |
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Tag 8 / Mi. (15.06.) |
Roveniemi – KarasjokGoldsucherdorf, Achterbahnfahrt nach Norwegen, Sami |
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Heute
liegt die längste Etappe nach Norwegen vor uns. Wir
bemühen uns etwas zeitiger aufzustehen und lassen uns auch
beim Frühstück nicht so viel Zeit. Wir fahren, wie
immer, E75 vorbei an vielen Seen, bei einigen halten wir an und
fotografieren. Das Wetter hält sich bedeckt. Weitere Bilder
lohnen nicht, aber die schöne Landschaft nehmen wir auf. Wir
begegnen den ersten Rentieren – erst eines am Rand Bei
Peurasovanto
entdecken wir
ein kleines
Café welches zu einem Campingplatz
gehört. Die Stube ist wunderbar warm und es riecht nach frisch
Gebackenem. Der Kaffee schmeckt ausgezeichnet und die Teilchen sind
lecker. Sofort werden wir von dem Inhaber, und dem Fishing Guide
angesprochen nach dem woher und wohin.
Endlich
erreichen wir den Grenzort Karasjok, wo wir nochmal
auftanken (eigentlich doof, weil in Norwegen die Spritpreise niedriger
sind) und füllen unsere Vorräte an Getränken
auf. Den Grenzkontrollpunkt an der EU-Aussengrenze passieren wir ohne
einen Menschen zu sehen und erreichen nach kurzer Fahrt unser Hotel. |
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Tag 9 / Do. (16.06.) |
Karasjok - HonningsvagPosieren am Nordkap |
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Wir beobachten die Rentiere auf der Straße und am Rand und machen viele Bilder. Die Vegetation ist jetzt durchgängig Tundra-artig. Es dominieren Sträucher und niedrige Bäumchen. Bei einem Silberschmied halten wir an. Die Familie stellt schönen Schmuck her, aber wir können uns nicht entscheiden etwas zu kaufen. Etwa 100 km fahren wir eine beeindruckende Straße entlang, die wir uns so nicht vorstellen konnten: Auf der einen Seite steile Berge und auf der anderen der Abgrund zum Fjord. Etwas zu früh erreichen wir das Basislager (Hotel). Im Restaurant um die Ecke machen wir es uns gemütlich bis wir das Zimmer beziehen können. Wir nutzen die Zeit zum Mittagessen. Es gibt Lachs und Burger, der Kaffee schmeckt auch.
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Tag 10 / FR. (17.06.) |
HonningsvagSchwimmende Plattenbauten und nochmal Nordkap |
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Tag 11 / Sa. (18.06.) |
Honningsvag - AltaTunnel unter dem Meer und Tankpiraten |
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Kleines
Ereignis
unterwegs beim Tanken: Wir sind noch bemüht den Automaten zu
bedienen. Auf einmal fließt der Diesel in unseren Tank. Das
entsetzte Gesicht des holländischen Wohnmobil-Fahrers von
gegenüber lässt uns ahnen, dass hier was nicht
stimmt. Er erklärt uns freundlich, dass wir gerade von seiner
EC-Karte tanken. Wir
einigen uns, dass er den Trotz ruhiger Fahrt kommen wir einigermaßen müde an. Das Hotel, in einem Einkaufszentrum gelegen, macht einen guten Eindruck, Auto steht im Parkhaus. Den abendlichen Spaziergang vorbei an der Eismeerkathedrale bei wechselhaftem Wetter. Abendessen können wir auch noch bekommen, weil wir versprechen bis 19.00 Uhr wieder weg zu sein. Wir hätten in einem Restaurant reservieren sollen. Zum Abschluss noch ein Bummel durch das Einkaufszentrum und Vorräte kaufen. |
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Tag 12 / So. (19.06.) |
Alta – TromsøSonnenschein am Fjord und spanischer Rotwein |
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Es ist ganz erstaunlich mit welchen Fahrzeugen die Camper so unterwegs sind. Tromsø erreichen wir gegen 16.00 Uhr. Wir fahren vorbei an der Eismeerkathedrale und überqueren die spektakuläre Brücke auf die Insel Tromsøya, der Innenstadt von Tromsø.
Das
Hotel, direkt an einem Jachthafen gelegen,
kann uns
leider keinen Parkplatz anbieten. Nach einem Bummel um den Hafen und am Trollmuseum vorbei lassen wird den Abend bei dunklem Bier und spanischem Rotwein ausklingen. |
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Tag 13 / Mo. (20.06.) |
TromsøErholungstag |
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Die Stadt selbst besteht aus einem Sammelsurium aus Bausünden. Wir entdecken aber auch ein paar schöne alte Holzhäuser.
Kaffee und Zimtschnecke statt Mittagessen und danach ausruhen. Nachmittags Kaffee trinken im Hotel und nochmal durch die Stadt zum Weinladen, Hurtigruten beim Ablegen zusehen und dann ist auch schon wieder Zeit zum Abendessen im Hotel. |
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Tag 14 / Die. (21.06.) |
Tromsø – AndenesPannenfähre und StockfischSonnengruß am morgen |
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Unser
erstes Ziel ist um 8.45 Uhr die Fähre von Brensholmen auf die
Insel Senja. Das Navi zeigt Ankunftszeit 8.56 Uhr, also Tanken
fällt aus Zeitgründen aus. Wir kommen zügig
aus der Stadt raus, so dass wir nach einigen Kilometern im Soll liegen.
Die Straße macht Wolf-Reiner großen Spaß
– entlang des Fjords, irgendwann eng, kurvig und auch noch
Gegenverkehr. Viele der zahlreichen rollenden Haushalte nutzen die Zeit für die Zubereitung einfacher Mahlzeiten. Die 3,5 h Überfahrt nach Andenes ist ziemlich wackelig es geht aufs offene Meer – Wolf-Reiner macht das nichts aus. Das Hotel entschädigt uns für die Strapazen mit einem geräumigen Zimmer mit Sitzgruppe, Kaffeemaschine und Wasserkocher. Außerdem gibt es in der Lobby einen Kaffeeautomaten gratis. Abendessen haben wir im familiengeführten Restaurant nebenan. Es gibt den besten Stockfisch in verschiedenen Ausführungen …. – man muss es mögen oder sich daran gewöhnen. Anschließend machen wir es uns im Hotelzimmer gemütlich und lassen den Abend mit einem guten Getränk ausklingen. Wir sind so müde, dass wir die Mitternachtssonne nicht nur wegen der Wolken nicht sehen werden. Doch gegen 3.30 Uhr wurden wir von der Sonne geweckt. Sie stand so tief, dass sie direkt ins Zimmer leuchtete. Fotografiert haben wir heute wenig. Das Licht war einfach grottig. |
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Tag 15 / Mi. (22.06.) |
AndenesFish and Chips und Puffin Safari |
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Nun
schauen wir ob unsere vorab gebuchte
Puffin- Safari stattfindet. Sämtliche Walbeobachtungs-touren
wurden wegen schlechter See abgesagt. Aber das
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Tag 16 / Do. (23.06.) |
AndenesRuhetag, Abend im Gefängnis |
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Das Wetter ist für diese Gegend typisch: Wechsel Regen – Sonne – Regen. Wir haben keine Eile und nichts Besonderes vor. Den Leuchtturm fotografieren wir von allen Seiten ... Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang, beobachten, wie die Fähre nach Gryllefjord abfährt und finden uns zum Abendessen in Zelle 1 des Arresten wieder, wo wir uns von der ausgezeichneten Küche mit Fisch verwöhnen lassen. |
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Tag 17 / Fr. (24.06.) |
Andenes – Svolvaerblaue Häuser und Mittsommerparty |
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In Sortland – der blauen Stadt - beobachten wir von der Brücke aus ein Hurtigruten Schiff. Wir finden einen Parkplatz und fotografieren die zahlreichen blauen Häuser. Oberhalb der Stadt finden wir für unsere Mittagsrast einen sonnigen Parkplatz.. Wir plaudern ein wenig mit den Leuten aus dem Hurtigruten-Bus, die auf dem Landausflug sind. Auf der Weiterfahrt fahren wir durch zahlreiche Tunnel. Nach jedem wird das Wetter ein bisschen schlechter. Svolvaer empfängt uns mit Dauerregen. Wir beziehen den gut ausgestatteten Rorbu, unser Auto parkt unmittelbar davor. Für das Abendessen haben wir schon zu Hause in der Börsenspisery auf der Insel Svinoja einen Tisch reserviert. Unsere Erwartungen sind hoch und wir waren insgesamt zufrieden. Die Vorspeise war sensationell. Nachts ist es etwas unruhig – Svolvaer feiert ausgiebig Mittsommer. |
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Tag18/ Sa. (25.06.) |
SvolvaerKein Fisch dafür schlaue Möwen |
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Wir sind müde und machen erstmal Mittagsschlaf. Wolf-Reiner wird dann mit dem Mittagessen geweckt. Kaffee gibt es auf der sonnigen Terrasse beim Boote beobachten.
So
gestärkt machen wir nochmal einen
Rundgang zum Hafen, Den Abend verbringen wir auf der Terrasse und schauen den Booten zu. |
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Tag 19/ So. (26.06.) |
SvolvaerRuhetag |
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Tag 20/ Mo. (27.06.) |
Solvaer - KristiansundFiskarkona, Hurtigruten und Panorama Lounge |
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Wir parken unser Auto an der Börsenspisery und machen eine Wanderung zur Fiskarkona. Mehrfach treffen wir Passagiere der MS Amadea (bekannt vom NDR…“Verrückt nach Meer“) allerdings ohne Fernsehteam. Mittagessen im Bacalao, Shopping durch die Souvenirläden und schattiges Plätzchen suchen. Gegen
17.00 Uhr stellen wir unser Auto am Kai bereit.
Wir sind nicht die Ersten. Sieben oder acht Fahrzeuge stehen s Bis das Schiff kommt, schauen wir den Möwen beim Knacken der Seeigel zu. Boarding problemlos, wir beziehen unsere Kabine. Sie ist länger als breit und hat ein rundes Loch in der Wand. Im Café gönnen wir uns als Dinner ein Prawn-Sandwich sowie Getränke. Den Gute-Nacht-Trunk haben wir in der Panorama Lounge bei musikalischer Unterhaltung eingenommen. |
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Tag 21/ Die. (28.06.) |
Solvaer - KristiansundHurtigruten, Polarkreistaufe mit Champagner |
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Wir möchten mal ein paar Worte über das Verhalten der Mitmenschen auf solchen Großschiffen verlieren, so wie wir es erlebt haben. Um den lieben zu Hause einen Eindruck vom Ambiente des Restaurants zu übermitteln wird man einen Rundum-Panorama-Film mit dem Smartphone erstellen. Dabei kommen beim Abscannen ungefragt sämtliche Passagiere vor Ort mit ins Bild… Danke schön, jetzt werden wir berühmt. Die Frau an der Reling die gerade von ihrem Sessel aufgestanden war, um besser fotografieren zu können, wird sich beim Hinsetzen sicher gewundert haben, wo denn Ihr Stuhl ist. Wenn es einem auf Deck zu windig ist; man aber auf die Seeluft nicht verzichten will, setzt man sich mit dem entwendeten Sessel in die Nische vor dem Ausgang. Die Leute können ja bequem die anderen Ausgänge nutzen… ! Besonders interessant finden wir die (Lebens-)Geschichten die einem ungewollt um die Ohren fliegen, oder wenn die lieben Mitmenschen ihre Mitteilungen an die Daheimgebliebenen der Öffentlichkeit kundtun. Man sollte aber in diesem Zusammenhang vermeiden, Tipps zur Gesundheitsfürsorge, Ehekrisenbewältigung, Kindererziehung, Schuldnerberatung oder ähnliches zu geben. Dann kommt sofort der Vorwurf: “ haben Sie etwa zugehört?“ . In Zeiten großer Infektionsgefahr (Pandemie) kommt der Wunsch : „Könnten Sie bitte das Fenster schließen, ich bin eh schon erkältet!“ wie eine Drohung daher. |
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Tag 22/ Mi. (29.06.) |
Solvaer - KristiansundAusborden und nette Leute |
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Wir ordnen unsere Sachen und bereiten unseren Ausstieg in Kristiansund vor. Dann sichern wir uns einen geschützten Platz an Deck und sehen wieder auf die Landschaft und auch den Leuten zu. Um 12.00 Uhr müssen wir unsere Kabine verlassen. Unseren Koffer stellen wir an der Rezeption ab und mit den Fototaschen setzen wir uns in die Panorama Lounge und warten auf die Ankunft in Kristiansund. Das Aussteigen funktioniert problemlos. Wolf-Reiner fährt unser Auto routiniert aus dem Schiff. Nach kurzer Zeit erreichen wir unser schönes Hotel. Im Restaurant essen wir sehr gut zu Abend. Wir sind beide von der letzten Nacht übermüdet und schlafen nach einem Bier und einem Glas Wein bald ein.
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Tag 23/ Do. (30.06.) |
KristiansundKaffee ans Bett und Sachsenexpress |
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Der Ort gefällt wegen der vielen bunten Holzhäuser. Im Zentrum ist ein ALTI-Markt wo es alles gibt. Langsam wird uns die Sonne zu viel. Wir finden ein Restaurant am Fjord wo wir uns ein schattiges Plätzchen suchen. Von den Norwegern völlig verpönt, die wollen so viel Sonne wie geht. Nach einem sehr guten Mittagessen nehmen wir wieder den Weg über die Brücke zurück. Nachmittags chillen wir auf der Sonnenterrasse und bereiten noch die Sachen für die nächsten 3 Tage vor. Abendessen haben wir gestern schon im Hotel bestellt. Leider ist der Koch von dem Sachsenexpress (Busunternehmen) völlig überfordert. Das Service Personal ist freundlich und professionell. |
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Tag 24/ Fr. (01.07.) |
Kristiansund - ÅlesundAuf Abwegen, gefährliche Passage,Blick vom Varden |
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Entsprechend der Empfehlung von „Fjordtra“ nehmen wir nicht die Hauptroute nach Ålesund sondern fahren die Atlantikstraße. Wir passieren eine abenteuerliche Brücke, die den Adrenalinspiegel erheblich steigen lässt. Leider war kein Platz zum Anhalten für ein schönes Foto mehr frei.
Weiter geht es die Küste entlang bis nach Molde. Wir machen einen Abstecher auf den Varden. Es ist eine ziemlich steile Fahrt bis zum Gipfel aber man wird mit einer grandiosen Panoramaaussicht belohnt.
In dem kleinen Restaurant gönnen wir uns einen Kaffee und ein kleines Stück Apfelkuchen. Es geht den gleichen Weg zurück. Wenn kein Gegenverkehr ist, lässt sich das gut fahren. Irgendwann wird die Sandpiste wieder Straße zur Fähre. Das Übersetzen nach Vestnes ist problemlos und wir fahren weiter nach Ålesund . Wir wohnen in Stadtteil Moa etwa 10 km vom Zentrum entfernt. Das Hotel gefällt uns nicht, aber von hier ist es guter Ausgangspunkt zur Vogelinsel Runde. Abendessen bei deutschsprachigem Service im Einkaufszentrum – Elchboulette und Rindergeschnetzeltes. |
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Tag 25/ Sa. (02.07.) |
ÅlesundÜber sieben Brücken zur Vogelinsel Runde |
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Der Weg Das Wetter ist sonnig und warm, aber an den Felskanten unangenehm windig. Wir freuen uns ob der schönen Wanderung und entschließen uns nicht auf die Ankunft der bunten Vögel zu warten.
Beim
Abstieg
Zurück geht es wieder die abenteuerliche Strecke, es gibt nur diese eine Straße nach Runde. Erschöpft von der Anstrengung erreichen wir das Hotel, nehmen noch einen Drink, schauen unsere Lieblingssendung via Internet und lassen uns ins Bett fallen. |
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Tag 26/ So. (03.07.) |
Ålesund - BeitostølenUngeliebte Bettgenossen, Geirangerfjord, Trollstigen |
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Wir haben eine ruhige Nacht. Trotzdem steht Brigitte gegen 5.30 Uhr senkrecht im Bett und merkt, dass sie von einigen Bugs angegriffen wird. Das Aufstehen fällt ihr somit nicht schwer und die Kontrolle der Sachen ist wenig beruhigend. Gut, dass wir das meiste Gepäck im Auto gelassen haben. Wir frühstücken und verlassen den unwirtlichen Ort.
Auf Grund der eiligen Abfahrt und möglicher Planungsfehler erreichen wir die Fähre Hellesylt -> Geiranger einen Takt früher als die vorbestellte. Wir können problemlos umbuchen und finden uns bei leichtem Regen auf dem Salondeck der Fähre ein. Mit
Erreichen des
Geirangerfjords bessert sich das Wetter und wir haben schöne
Blicke über die Landschaft und ein paar Fotos gelingen auch.
Den Geiranger Souvenir Shop lassen wir nicht aus. Danach treten wir die
Fahrt über den Geiranger-Trollstigen mit seinen 29 Serpentinen
an. Wir versuchen eine Lücke in der Kolonne zu finden, wo wir
keine Wohnmobile haben, die uns zum Anhalten auf den steilen
Abschnitten zwingen
Der Ort ist stark überlaufen. Die Parkplätze sind belegt. Ausserdem sind uns einfach zu viele Menschen hier – Weiterfahrt! Aber trotzdem noch ein Foto von der Stabholzkirche. Irgendwann verlassen wir die Europastraße in Richtung Beitostølen. Die Besiedelung ist hier extrem dünner geworden, so dass wir Zweifel bekommen ob unser Navi funktioniert. Endlich erreichen wir den für diese Gegend quirligen Ort mit Pizza- und Chinarestaurant. Das vorgebuchte Studio entspricht so gar nicht unseren Vorstellungen aber Radisson Blue und die EC-Karte hilft uns ein akzeptables Quartier für die nächsten drei Tage zu finden. Abendessen: lecker Midsommer-Buffet im Hotel, Gute-Nacht-Getränk in der Apres-Ski-Bar. |
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Tag 27/ Mo. (04.07.) |
BeitostølenSensationelle Zimtknoten |
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Gegen 11.00 Uhr gehen wir in den Ort, der im Wesentlichen aus touristischen Einrichtungen besteht. Wir schauen bei den angebotenen Aktivitäten zu und finden einen Bäcker mit sensationellen Kanel-Knoten. Mit Kaffee ist das unser Mittagessen. Anschließend ausruhen. Am späten Nachmittag gehen wir nochmal durchs Dorf. Wir brauchen noch eine Flasche Wein. Doch der Monopol-Laden will gerade schließen. Wer kann schon wissen, dass hier um 17.00 Uhr die Gehsteige hochgeklappt werden. Die Ladeninhaberin ist so nett und freundlich und verkauft noch das gewünschte Getränk. Abendessen wie am Vorabend. |
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Tag 28/ Die. (05.07.) |
BeitostølenEin Wintersportort der im Sommer schläft |
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Beitostølen ist eine beliebter Wintersportort in Norwegen, auch Weltmeisterschaften im Langlauf oder Biathlon finden hier statt. Viele Skilifte sind in den Berg gebaut. Wir haben wenige Leute getroffen, sicher ist im Winter mehr los. Nach dem Abstieg finden wir uns wieder in der Bäckerei ein und genießen auf der sonnigen Terrasse Kaffee und exzellente frische Kanel-Knoten. Später genießen wir wieder ein reichhaltiges Abendbuffet im Hotel. Anschließend bereiten wir schon unser Gepäck für die letzte Etappe nach Oslo vor. |
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Tag 29/ Mi. (06.07.) |
Beitostølen - OsloVerbotene Wege, Hummer und Russenkrabben |
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Ab Bagn suchen wir einen empfohlenen Parkplatz, den wir im Vorbeifahren verpassen. Also drehen und zurück. Wir finden auch den Trampelpfad bis zu dem Wasserfall. Kein wirklicher Wasserfall – das Wasser gleitet in voller Breite über einen Felsen, was einen interessanten Anblick ergibt. Zur frühen Mittagszeit Einkehr in einer Raststätte mit gemütlich eingerichteten SB-Restaurant. Mit gutem Essen stärken wir uns für die Großstadt.
Wir kommen
gut bis ins Zentrum,
aber nicht zum Hotel. Ein Gewirr von Einbahnstraßen und
Durchfahrverboten führt uns immer wieder im Kreis. Mit etwas
krimineller Energie durchfahren wir dann eine verbotene
Straße, die uns direkt zum Hotel führt. Das Hotel
hat eine enge Fahrstuhlgarage, reicht für uns aber. Den
Parkplatz hatten wir vorsorglich reserviert. Das Zimmer ist
zweckmäßig und platzoptimiert eingerichtet. Ein
riesiger Fernseher dominiert. Zum Abendessen haben wir schon vor der
Reise einen Tisch im Restaurant Solsiden reserviert, der auch
netterweise
vormittags per E-Mail erinnert wurde. Solsiden bedeutet eigentlich
Sonnenseite. Wir machen uns zeitig auf den Weg. Der strömende
Regen lässt die Stadt anders erscheinen, so dass wir
Mühe haben das äußerlich unscheinbare
Restaurant zu finden. Erst von der „Sonnenseite“
aus erkennt man das quirlige, prall gefüllte und lebendige
Fisch- und Meeresfrüchterestaurant in einer ehemaligen
Fischhalle Es gibt zwar eine Speisekarte aber es scheint, dass alle eigentlich nur das Eine wollen: Die große Seafoodplatte. D.h. an fast jedem Tisch die gleiche Zeremonie: Man bekommt einen Ständer hingestellt, 2 große Sektkühler ineinander, Waschlappen, Brot, Butter und drei Dips. Bald wird auch eine große Schale mit Meeresfrüchten, die zu einer beachtlichen Pyramide aufgeschichtet sind, auf den Ständer gestellt. Die Schale mit den Miesmuscheln darunter. Wir machen Prost in dem Gedanken, dass wir uns erst wieder sehen, wenn die großen Teile der Platte mit Hummer aus Canada, Königskrabben aus der Barentssee, Langostinos aus Grönland, Taschenkrebsen aus Norwegen, Jakobsmuscheln und jede Menge Shrimps gegessen sind und der erste Sektkühler mit den Schalen gefüllt ist. Schön wäre es, wenn auch noch die Sonne scheinen würde. Gegen 21.30 Uhr Rückwanderung zum Hotel. Nebenbei zeigen wir noch einem schwedischen Ehepaar den verbotenen Weg zum Hotel. |
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Tag 30/ Do. (07.07.) |
Oslo - KielBier auf die Hose und Live-Musik |
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Tag 31/ Fr. (08.07.) |
Kiel - TeltowNach Hause |
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Wir verbrachten eine ruhige Nacht. Da es keinen Kaffee ans Bett gab waren wir zeitig beim Frühstück. An einem der wenigen Fensterplätze gönnten wir uns ein langes Frühstück. Da das Wetter nicht so schön war verfolgten wir die Einfahrt in die Kieler Förde auf dem Monitor in der Kabine. Ausfahrt aus der Fähre zügig und ohne Schäden trotz ungeduldiger Zeitgenossen. Fahrt nach Hause im Dauerregen ohne wesentliche Staus.
4300 km, nicht gezählte Brücken und viele Tunnel liegen hinter uns: vollgepackt mit Eindrücken, interessanten Erfahrungen und schönen Erlebnissen. Einiges an Aktivitäten mehr oder weniger anstrengend haben wir absolviert und haben Finnland und insbesondere Norwegen als ganz tolles Reiseland erlebt, obgleich im Vergleich zu unserer Reise in 2017 der Verkehr merklich zugenommen hat. Insbesondere treffen wir einiges mehr an Wohnmobilen, die, sofern sie nicht das Jedermannsrecht in eigener Auslegung leben und dabei Parkplätze zum Gratis-Campingplatz umfunktionieren, wo Hund und Herrchen ihr Geschäft in freier Natur verrichten, nicht wirklich störend empfunden wurden. Hotels und Quartiere waren mit einer Ausnahme immer ausgezeichnet und auch das Wetter hat uns positiv überrascht. Wir hatten viele angenehme Begegnungen mit Einheimischen und auch Touristen und werden uns noch lange an den Erinnerungen erfreuen.
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