Reisebericht
Norwegen
08. Juli – 28. Juli
2017
Norwegen kennen wir ja schon. Es ist allerdings schon einige
Jahre her. Damals hatten wir eine Ferienhütte am Haflosee gemietet, von wo
aus wir unsere Ausflüge starteten. Im Sommer hat man hier in Nordeuropa den
Vorteil, daß es fast nie oder doch recht spät dunkel wird. Dies kann auch ein
Nachteil sein, da man für spektakuläre Sonnenauf- oder -untergänge doch recht
lange aufbleiben muß. Dafür dauert die Show aber etwas länger. Diesmal wollen wir noch etwas weiter in den Norden jenseits
des Polarkreises zu den Lofoten fahren. Wir werden zu zweit mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sein, deshalb können wir mit der Gepäckmenge etwas großzügiger umgehen. Auch Lebensmittel und im erlaubten Maße auch Wein und Bier werden wir mitnehmen, da dies erfahrungsgemäß in Norwegen relativ teuer ist. Das Fahrzeug hat zwar ein Navi, trotzdem nehmen wir zusätzlich noch das altbewährte Tom Tom mit; sicher ist sicher. Die Reiseroute und zu besuchende Spots auf dem Weg haben wir im Vorfeld ausgiebig studiert und diskutiert. Besonders dankbar sind wir dem FJORDTRA Reisebüro für die detaillierten Tour-Vorschläge und für die Buchung der Hotels, Rorbuer und der wichtigsten Fährüberfahrten. Hier haben wir vom Insider-Wissen des Reisebüros sehr profitiert. Die Vorausbuchung ist sinnvoll, wenn man Wert auf komfortable Quartiere legt und ggf. auch Restaurants dabei haben möchte. Insbesondere die Rorbuer auf den Lofoten sind sehr gefragt, so daß man ohne Reservierung böse Überraschungen erleben kann. Das bedeutet aber auch, daß wir einen festen Reiseplan haben und taggenau die Stationen anfahren müssen. |
|
Tag 1 / Sa. (08.07.)
|
Kiel
– Oslo
Storebeltsbrücke
und ein Dreckslüfter
|
|
Wir stehen sehr zeitig auf. Das Auto haben wir schon am Abend vorgeladen, so daß nur noch Kühltasche und Fotogeraffel dazu muß. Trotz G20-Gipfel in Hamburg verläuft die Vorbeifahrt streßfrei. Die Idee, kurz vor dem Fährhafen noch einen Autohof anzusteuern erwies sich als goldrichtig. So konnten wir Toilette, Auto checken und Volltanken erledigen. Am Norwegen-Kai angekommen ging es auch schon gleich los. Im Stop and Go wurden wir durch das Check-Inn-Gate zum Boarding geführt. Es ist beeindruckend, was in den Bauch eines solchen Fährschiffes alles reinpaßt. Es geht sehr eng zu; trotzdem lief alles ohne Kratzer und Dellen ab. Per Fahrstuhl geht es auf unser Deck 10 wo wir noch warten müssen bis die Kabine fertig gereinigt ist. Die Kabine ist klein, hat aber alles was man braucht (DU/WC). Sogar ein Fernseher ist dabei. Der Lüfter macht ein wenig Geräusche, was wir aber nicht weiter beachten.
|
|
Tag 2 / So. (09.07.)
|
Oslo
– Dombås
Frühstück
am Fenster zum Oslofjord
|
|
Bei Ringebu besichtigen wir die alte Stabkirche.
|
|
Tag 3 / Mo.(10.07.)
|
Dombås
– Steinkjer
weiche
Eier, Badestrand und kein Bettgeflüster
|
|
Kurz nach 8.00 Uhr machen wir uns auf
den Weg, weiter auf der E6 Richtung Trondheim. Ob der vielen Stops kommen wir
nur langsam voran. Das Dovrefjell ist einfach wunderschön und das Wetter
stimmt auch. Wir fahren bis in 1.200 m Höhe auf das Dovrefjell. Dann weiter
hinab Richtung Trondheim. In Oppdal – Toilettenstop, Vorräte auffüllen und
auch noch etwas Bargeld holen. Die Fahrt entlang des Trondheimfjords ist sehr
beeindruckend. Gegen 15.00 Uhr Ankunft im Quality Inn
Hotel in Steinkjer. Die Zimmer sind sauber, zweckmäßig, Betten zu weich und
statt Doppelbett zwei schmale Einzelbetten - wir werden uns vermissen. Am
meisten irritiert uns der Lüfter an der Decke, der uns wegen seiner Geräusche
eine schlimme Nacht versprach.
Nachdem wir uns im Hotelzimmer
eingerichtet haben, machen wir einen ausgiebigen Spaziergang durch den
Stadtpark und auch zum Stadtstrand, wo sogar gebadet wird. Zurück im Hotel
besprechen wir die Sache mit dem Lüfter mit der Dame an der Rezeption und sie
versichert uns, daß der Lüfter ab 22.00 Uhr abgeschaltet wird. Im Hotel-Restaurant haben wir ein
hervorragendes Abendessen: Reiner – Grand Burger, Brigitte – Lachsforelle.
Dazu Bier und ein Glas Wein. Wir schlafen schnell und gut. |
|
Tag 4 / Die. (11.07.)
|
Steinkjer
– Brønnøysund
Felsenloch
und tolle Brücke
|
|
Nördlich von Steinkjier verlassen wir
die Autobahn E6 und fahren weiter auf der Küstenstraße Fv17 entlang
herrlicher Küstenlandschaft. Trotz Regen fahren wir bei Namsos auf den
Stadtberg Klompen und für unser Foto macht der Regen eine Pause. All zuviel
Zeit nehmen wir uns aber nicht und fahren weiter zur Fähre nach Lund und
schaffen noch die Fahrt um 10.30 Uhr. Damit ist auch die Fähre Holm –
Vennesund zu einer guten Zeit zu schaffen. Wir fahren durch landschaftlich
wirklich schöne Gegend – nur der Regen stört. Darum ist auch die Fotoausbeute
heute nicht so groß. Gegen 15.00 Uhr im Hotel – das beste bisher – sogar
Kaffee-Utensilien. Nach einem Kaffee machen wir uns auf zum Torghatten. Wieder
macht der Regen für uns eine Pause, so daß wir, ausgerüstet mit festem
Schuhwerk, den steinigen, ob der Feuchtigkeit auch rutschigen Aufstieg
zum Felsenloch beginnen. Oben angekommen müssen wir uns erst mal
erholen. Das Felsenloch ist gewaltig und bestaunenswert. Das wissen
auch andere, so sind wir nicht allein hier oben. Ein paar Fotos unter
schwierigen Bedingungen und dann vorsichtigen Fußes wieder nach unten.
Der Aufstieg ist von Jedermann, -Frau, -Kind und –Hund zu schaffen.
Trittsicherheit und festes Schuhwerk sollte aber vorhanden sein,
insbesondere bei Nässe. Ob nun ein Hund überall mit muß wollen wir an
dieser Stelle nicht klären. Dann fahren wir die ziemlich schmale
Straße wieder zurück. Einige Stops wegen Gegenverkehr und dann schließlich
über die Brønnøysund Brücke; ein Kunstwerk moderner Brückenarchitektur. Im Hotel angekommen duschen wir uns den Schweiß vom Auf- und Abstieg von der Haut und sind gegen 19.00 Uhr im Hotelrestaurant. Die Speisekarte ist klein, aber was angeboten wird ist von exzellenter Qualität incl. Getränke. |
|
Tag 5 / Mi. (12.07.)
|
Brønnøysund
– Sandnessjøen
Hafenrundgang,
nasse Füße und frische Waffeln
|
|
Wir schlafen fast bis 7.00 Uhr, dann Kaffee im Bett, 7.45 Uhr Frühstück – keine Wünsche bleiben offen. Wir organisieren unsere Abreise mal ganz in Ruhe. Den Hafenrundgang holen wir heute nach und – wir können es nicht lassen – fahren nochmal über die beeindruckende Brønnøysund Brücke und wieder zurück bevor wir uns auf den Weg zur Fähre nach Horn machen. Es fängt auch wieder an zu regnen, so
daß wir auf weitere Haltepunkte verzichten. Angekommen in Tjotta regnet es immer
mehr. Wir verzichten auf den Spaziergang zur Kirche; aber an dem
Kriegerdenkmal halten wir noch an. Der kurze Weg über den Rasen reicht für
nasse Füße. Im Auto essen wir noch den vorbereiteten Lunch und fahren weiter.
Es regnet und regnet und wir beschließen zum Hotel zu fahren. In der Nähe des Hotels versagt das Navi seinen Dienst. Irgendwie landen wir am Hafen in Sichtweite zum Hotel. Der Hotel-Parkplatz ist gerade eine Baustelle. Nach kurzer Irrfahrt erwischen wir einen der acht Hotel-Parkplätze in unmittelbarer Nähe zum Eingang. Das Hotel ist elegant und modern, ein süßer Duft von frischen Waffeln empfängt uns. Hier laden wir erstmals unser gesamtes Gepäck aus und dann lassen wir uns die frischen Waffeln und den guten frisch aufgebrühten Kaffee schmecken. Der Nachmittagsausflug zur Insel Donna fällt dem Wetter zum Opfer. Aber wir versuchen einen Rundgang durch die Stadt und den Hafen, geben uns aber bald dem Regen und dem Sturm geschlagen. Das Abendbuffet ab 18.00 Uhr war sehr lecker. |
|
Tag 6 / Do. (13.07.)
|
Sandnessjøen
- Ornes
Walfischsteak,
Polarkreis und nasse Liebesbank
|
|
Etwas irritierend fehlen uns die
Regentropfen auf der Autoscheibe beim Start. Aber das ändert sich bald. Wir
fahren aus der Stadt über die beeindruckende Helgeland Brücke. Kurzer
Foto-Stop an der Brücke und dann geht es weiter zur Fähre nach Levang – Nesna
und dann weiter Hier überqueren wir den nördlichen Polarkreis, erkennbar an einer der Erdkugel nachempfundenen Landmarke am rechten Ufer. Jetzt sind wir Polarreisende. Nach einer weiteren Autostunde erreichen wir die Fähre Agskardet nach Foroy. Nun sind wir auf der Insel Esay angekommen. Bei Holandsvik halten wir kurz an, um den Gletscher Swartissen zu bestaunen. Eine Fahrt dorthin hätten wir gern gemacht, aber das Wetter ließ es nicht zu. Also fahren wir, durch einige Tunnel, direkt nach Ornes. Angekommen beziehen wir das schlichte, nach Hostel anmutende Zimmer im einzigen Hotel am Ort. Kurzer Spaziergang im Regen.
Wir haben beschlossen uns von dem Wetter nicht mehr so sehr beeindrucken zu lassen aber auf die nasse Liebesbank möchten wir uns doch nicht setzen. Wir schauen noch eine Weile der Fähre zu, die von Narvik herüber kommt und finden uns dann im Hotel zum Abendessen ein. Das Restaurant hat den Charme einer
Kantine – Walfisch Steak und Kabeljau schmecken aber gut und der Service ist
auch ok. Unseren Absacker nehmen wir im Pub gegenüber ein. Wir sind hier die
einzigen Gäste und genießen die Ruhe. |
|
Tag 7 / Fr. (14.07.)
|
Ornes
– Bodø
Gletscherweg,
Sissi und der Gezeitenstrom
|
|
Heute klärt der Himmel richtig auf und wir haben sogar schon auf der Fahrt nach Holandsvik so etwas wie Fotolicht, so daß wir mehrmals anhalten und fotografieren. Wir sind zu früh und müssen noch etwas warten aber dann bringt uns ein kleiner Kutter über den Fjord. Das Wetter hält sich und so erreichen wir nach etwa
einer halben Stunde trockenen Fußes die
Zurück in der Gletscherbaude genehmigen wir uns wunderbare Waffeln mit Heidelbeermarmelade und Kaffee. Die Baude ist sehr gemütlich, es gibt sogar auch einen Kaisersaal mit Sissi-Bild.
Als ein leichter Nieselregen einsetzt rüsten wir schnell zum Aufbruch. Es regnet wieder richtig als wir den Bootsanleger erreichen. Zurück über den Fjord nehmen wir den Weg Richtung Bodø auf. Wir beeilen uns so gut es geht, durchfahren wieder die vielen Tunnel und erreichen den Saltstraumen, den mächtigsten Gezeitenstrom der Welt. Der Beginn der Flut ist schon eine halbe Stunde her, trotzdem ergießen sich noch mächtige Wassermassen durch das Nadelöhr. Aber wie so oft in den letzten Tagen beschleunigt der Regen unseren Aufenthalt und wir fahren direkt zum Clarion-Hotel in Bodø. Die Zimmer sind angenehm und komfortabel. Wir haben Glück und essen noch zu Abend bevor ein großer Reisebus seine Insassen an die Teller führt. |
|
Tag 8 / Sa. (15.07.)
|
Bodø
– Moskenes – Sakrisøy
Schaukelfähre,
Rorbuer und Räucherlachs
|
|
Wir haben nichts Besonderes vor, lassen uns Zeit und frühstücken zusammen mit den Leuten aus dem Reisebus. Bodø ist kein touristisches Highlight aber Ausgangspunkt zu den Lofoten. Wir kaufen noch einige Vorräte, da am Zielort nur beschränkte Einkaufsmöglichkeiten und wahrscheinlich Inselpreise zu erwarten sind – außerdem ist Samstag. Dann kurze Fahrt zum Fähranleger nach Moskenes. Obwohl wir sehr zeitig an der Fähre sind, sind doch schon viele Fahrzeuge da. Dank Vorreservierung ist der Check-Inn problemlos und wir dürfen uns in den ersten drei von sechs Reihen anstellen. Beim Einfahren in die Fähre müssen wir etwas rangieren, weil ein schlecht abgestellter SUV das Aussteigen extrem behindert.
Angekommen in Moskenes ist es nur eine kurze Fahrt nach Sakrisøy. Es regnet wieder wie aus Eimern, aber die Temperaturen sind mittlerweile auf über 10 Grad gestiegen. Wir sind auf den Rorbu, das sind zu Touristenunterkünften umgebaute, ehemalige Fischerquartiere, gespannt. Unserer liegt mittig, d.h. wir haben
den kurzen Weg zum Entladen, allerdings auch den Nachteil, daß sämtliche
Bewohner (ob links oder rechts) durch den Split vorbei stampfen und schauen
ob jemand zu Hause ist. Wir schließen die Gardinen um die Privatsphäre zu
wahren. Der Rorbu ist von den Ausmaßen her großzügig, Einrichtung und Ausstattung insbesondere die Küchenutensilien eher schlicht bzw. dürftig. Teile der ursprünglichen Einrichtung sind noch erhalten, so daß man erkennen kann, daß hier einst ca. 20 Personen dichtgedrängt Unterkunft fanden. Wir hätten uns gewünscht, daß der Blick zum Wasser vom Wohn-/Eßbereich möglich gewesen wäre statt vom hintersten Ende der Bettkante aber der Rorbu war ja nicht für so Touris wie uns geplant. Wir verstauen unsere Sachen. Platz ist reichlich vorhanden. Es gibt einen großen Kühlschrank sogar mit Eisschrank.
Zum Abend versuchten wir in dem örtlichen Restaurant (es gehört dem Vermieter) etwas zu essen. Leider war der größte Teil für eine Reisegruppe reserviert so daß wir keinen Platz mehr fanden. Man vertröstete uns freundlich aber sehr bestimmt auf 22.00 Uhr. Schade, wir hätten gern die freundliche Vermieterin und ihre hochgelobte Küche kennengelernt. Also essen wir geräucherten Lachs aus Anitas Sjømat dazu Brot und Rotwein. Gut, daß wir vorgesorgt haben.
|
|
Tag 9 / So. (16.07.)
|
Sakrisøy
Zimtschnecken,
weißer Strand und warme Hütte
|
|
Nach dem Frühstück fahren wir Trotz Regen nach Å. Die viel gepriesenen Zimtschnecken aus dem alten Steinbackofen sind wirklich ein Gedicht. Trotz des immer stärker werdenden Regens machen wir einen Rundgang. Wir holen sogar unsere Regencapes hervor. Es werden auch einige Regenfotos gemacht. Auf der Rückfahrt geht es noch nach Reine. An sich nichts Besonderes, aber das Foto von der Brücke auf den Ort ist wohl eins der meisten Lofotenbilder. Zum Mittagessen gibt es gepulte
Nordseekrabben aus Anita’s Sjømat mit einer selbstgemachten Dillsauce,
dazu Brot, Kaffee, Apfel und Kekse. Während der Mittagspause wird das Wetter
zunehmend besser, der Regen hört auf. Wir beschließen nach Nusfjord zu
fahren. Auf dem Weg dorthin kommt die Sonne raus und wir kommen zu
den ersten regenlosen Fotos auf den Lofoten.
Sogar einen schönen ausgedehnten
weißen Sandstrand finden wir auf dem Weg nach Nusfjord. Das ist ein Museumsdorf und es
kostet pro Person 50 NOK um einen Rundgang durch das authentisch
erhaltene alte Fischerdorf zu machen. Zum Abendessen gibt es Spaghetti und mittags gekauften warm geräucherten Lachs. Gegen Abend zeigt sich auch wieder die Sonne, so daß wir bei einem Glas mitgebrachten Rotwein und Chips den Abend mit Blick aufs Wasser von unserem Schlafraum aus genießen. Reiner hat den Ofen angeheizt und die Hütte mal so richtig durchgewärmt. |
|
Tag 10 / Mo. (17.07.)
|
Sakrisøy
Feueralarm
und Kräuterbrot
|
|
Einmal wach, machen wir in aller Ruhe unser Frühstück mit Brot und dem übriggebliebenen Lachs vom Vorabend. Wir beschließen in Anbetracht des schönen Wetters noch einmal nach Å zu fahren. Die Sonne wärmt richtig. Es gelingen gute Fotos. Gut, daß wir so früh unterwegs waren so konnten wir den Spaziergang über die Felsen noch ohne viel Publikum genießen. Immer wieder tolle Ausblicke, nicht alles kann man auf einem Foto mitnehmen. Mittags essen wir wieder eine der sensationellen Zimtschnecken in Å auf einer sonnigen Bank vor der kultigen Bäckerei. Ein Kräuterbrot haben wir auch noch mitgenommen. Dazu gab es dann nachmittags Nordseekrabben mit Aioli aus Anitas Sjømat. Danach Entspannung in der Sonne auf der Terrasse vor unserem Rorbu.
Wir machen noch einen Abendspaziergang auf die Nachbarinsel Olenilsøja mit Besteigung des Berges. Die dort nistenden Möwen haben uns aber bald vertrieben, so daß wir nach kurzem Genießen der spektakulären Aussicht den matschigen Rückweg antreten. Abendessen: Spaghetti al Arabiata. Heizen trauen wir uns nicht mehr. |
|
Tag 11 / Die (18.07.)
|
Sakrisøy
- Svolvær
Kletterstraße
und der Komfortrorbu
|
|
Wir haben am Vorabend schon einiges
vorgeladen, so daß nur noch das Nötigste zu verstauen ist. Gegen 10.00 Uhr
werfen wir, so wie vorgegeben den Schlüssel in den Schlüsselkasten der
Rezeption und machen uns auf den Weg Richtung Svolvær. Schade, daß wir keine
Gelegenheit hatten unsere freundliche Gastgeberin persönlich kennenzulernen. Das
Licht ist einfach zu gut – schon nach 500 m halten wir an und müssen
fotografieren. Alle Parkplätze und Aussichtspunkte sind fest in der
Hand der Wohnmobile, sofern parken nicht ausdrücklich verboten ist. Die
Straße ist noch leer, wahrscheinlich weil die Leute in den Wohnmobilen
alle noch bei ihren morgendlichen Verrichtungen sind. Nach Nusfjord
fahren wir heute nicht noch einmal, weil wir annehmen, daß es in
Anbetracht des herrlichen Wetters richtig überlaufen sein wird.
Wir passieren einige Tunnel und
Brücken und erreichen schließlich den zentralen Parkplatz von
Henningsvær, wo wir den letzten freien Platz erwischen.
Wir machen
viele Fotos vom Hafen mit Bergkulisse und fahren dann weiter nach
Svolvær.
Seit langem fahren wir mal nicht
entlang der Küste sondern über Land bis Kabelvag. Die Straße ist gut
ausgebaut. Es herrscht aber auch reger Verkehr. Es ist halt die zentrale
Verbindung nach Narvik und dann weiter zum Nordkap. Wir halten an der Vagan-Kathedrale
nochmal an und bestaunen eine der größten Holzkirchen Norwegens. Schließlich erreichen wir am frühen
Nachmittag unseren Zielort, die Insel Svinøja. Dort ist für uns ein
Rorbu reserviert.
Mit gemischten Gefühlen ob unserer
Erfahrungen in Sakrisøy gehen wir zur Rezeption. Dort werden wir
sehr freundlich und zuvorkommend empfangen. Der Rorbu ist diesmal äußerst
großzügig und komfortabel – kein Rauchmelder über dem Ofen. Wir haben
zwei Etagen – unten drei Schlafräume mit jeweils einem Bad und auch noch eine
separate Toilette oben gibt es den Küchen-, Eß- und Wohnbereich. Auch die
Küchenausstattung erlaubt eine Selbstversorgung (Spülmaschine, Mikrowelle und
ausreichend gutes Geschirr). Und dann noch den schönen freien Blick auf den
Fjord. Den Rest des Nachmittags vertrödeln
wir. Wir sichten erste Fotos und sortieren unser Geraffel. Zum Abendessen hatten wir in der
Børsen Spiseri, wie im Reiseführer empfohlen, schon vor einigen Tagen per
e-mail reserviert. Ein sehr gepflegtes, stimmungsvoll beleuchtetes Restaurant
mit aufmerksamen, freundlichem Personal. Gut, daß
wir der Empfehlung gefolgt sind, ohne Vorbestellung – keine Chance! Manche
Gäste wurden auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet und konnten sich die
Wartezeit in der kleinen Bar nebenan vertreiben. Auch für norwegische Verhältnisse
nicht ganz preiswert, dafür aber exzellente Küche und auf jeden Fall
lohnenswert. Wir hatten:
Mit Bier und einem 0,1 Glas Chablis zum Essen waren wir bei etwa 1.700 NOK mit Dessert würde man locker bei 2.000 NOK liegen. Wir sind nun mal keine Dessert-Esser und sind jetzt trotzdem glücklich, satt und bettfertig. Wir bedauern es nicht, die 2. Halbzeit Österreich / Schweiz der Frauenfußball EM verpaßt zu haben. Vielleicht kann man den Mädels mal was Nettes anziehen, damit sie nicht immer wie Frauen in Männerklamotten aussehen. |
|
Tag 12 / Mi. (19.07.)
|
Svolvær
Kabeljau
und chilenischer Wein
|
|
Obwohl
wir schon um 7.00 Uhr auf den Beinen sind, lassen wir den Tag
heute ruhig angehen. Es regnet nicht aber die Sonne hält sich vornehm
zurück. Wir genießen den freundlichen Rorbu, lassen uns Zeit beim
Frühstück und schreiben in unser Heftchen. Ab 11.00 Uhr regnet es wieder ein wenig. Wir gehen trotzdem zu Fuß über die stolze Brücke in das Ortszentrum. Der Versuch irgendwo einzukehren scheitert in Anbetracht der vielen Menschen, die vor dem Regen flüchten wollen. Also gehen wir in den Weinmonopol, bestaunen die Vielfalt und erstehen eine Flasche, für norwegische Verhältnisse, preiswerten Wein aus Chile, der hier wohl ein wenig unterschätzt wird. Im Supermarkt kaufen wir noch (zuviel) Kabeljaufilet, Tomaten und Kartoffeln sowie Brot. Wir zaubern uns im Rorbu ein tolles Mittagessen. Nachmittags machen wir noch einen Spaziergang auf unserer Insel. Aus den Resten vom Mittagessen wird noch mal ein ordentliches Abendessen. Ganz nebenbei bereiten wir unsere Sachen und das Fotogeraffel für die morgige Abreise vor. |
|
Tag 13 / Do. (20.07.)
|
Svolvær
– Hurtigruten – Trondheim
Riesenfisch,
Seeadler und ein Postschiff
|
|
Die strahlende Morgensonne veranlaßt
Reiner den abgebrochenen Spaziergang vom Vorabend gegen 5.00 Uhr
fortzusetzen. Frühstück gegen 7.00 Uhr und dann die Abreiseroutine wie: Auto
packen und Schlüssel abgeben. Das Auto lassen wir auf dem Parkplatz von
Svinøja Rorbuer stehen und gehen wieder zu Fuß über die Brücke nach
Svolvær-Zentrum. Wir haben vor, uns einer der angebotenen Aktivitäten
anzuschließen:
Irgendwie finden wir uns dann in
Ölzeug eingekleidet auf einem Fischkutter wieder. Anschließend tafeln wir im Bacalao,
wer weiß was es nachher auf dem Schiff zu Essen gibt, kurzer Gang durch die
Geschäfte, ein wenig Sonne tanken und dann zurück zum Auto. Heute wollen wir
auf ein Hurtigruten Schiff und damit bis Trondheim fahren. Also fahren wir
zum Fährhafen. Die Beschilderung ist etwas irritierend: Pfeil links – Pfeil
rechts gleichzeitig. Wir fragen einen offenbar Einheimischen und er kann
helfen. Es kommt darauf an, ob das Hurtigruten Schiff nord- oder südgehend
ist. Wir sind wohl etwas zu früh. Im Hurtigruten Terminal ist kein Mensch
weit und breit. Also stellen wir unser Auto in die Reihe und überbrücken die
Zeit im nahe gelegenen Hotel-Cafe.
Reiner vertreibt sich derweil die Zeit
auf dem Parkplatz mit Smalltalk über die Vor- und Nachteile der Hütten- oder
Hotelübernachtung und wie das mit dem Hund geht. Als die Abfahrt schon
bedenklich nahe rückt, winkt ein unauffällig gekleidetes Crew-Mitglied das
erste Fahrzeug (unseres) heran. Nach Klärung der Formalitäten: Nennung
Reiseziel und Vorlage Auto-ID-Card fährt Reiner das Auto in einen Fahrstuhl,
dieser bringt beide auf das Parkdeck. Man deutet Reiner das Fahrzeug zu
verlassen und sich auf das Personendeck zu begeben. Der Fahrzeugschlüssel
wird einbehalten und das Auto von der Crew auf die endgültige Parkposition
gebracht. Die Kabine ist ähnlich geräumig wie bei Color Line, der Lüfter ist etwas leiser. In Anbetracht des herrlichen Wetters verbringen wir den Abend an Deck und später in der Bar – Lounge. Die Getränkepreise sind, wie erwartet, hurtig. Den Sonnenuntergang gegen 0.30 Uhr erleben wir nicht. Wir schlafen gut und fest. |
|
Tag 14 / Fr. (21.07.)
|
Seetag
entlang der Helgelandsküste, Polarkreiszeremonie und sieben Schwestern
|
|
Heute ist der Tag auf dem Meer. Gegen 7.30 Uhr gehen wir frühstücken, ganz gemütlich am Fenster sitzend, bevor das Gros des Publikums anrollt.
Dann lassen wir relaxend auf dem Sonnendeck die wunderbare Landschaft an uns vorbeiziehen. Ein Globus auf einer kleinen Insel weist darauf hin, daß wir den Polarkreis überqueren. Es wird von dem Bordpersonal eine kleine Polarkreis-Zeremonie durchgeführt. Jeder Teilnehmer bekommt etwas Eis in den Nacken und einen Löffel Lebertran zu trinken / essen. Als Belohnung darf man den Löffel behalten. Wir belohnen uns mit einem Glas Champagner und genießen die Mittagssonne.
Am Abend begeistert Reiner ein spektakulärer Sonnenuntergang über dem offenen Meer, Brigitte schläft längst. |
|
Tag 15 / Sa.
(22.07.)
|
Trondheim
Eiliger
Landgang, Kanonen und ein Fahrradlift
|
|
Heute verlassen wir in Trondheim
wieder das Hurtigruten Schiff. 6.00 Uhr wecken, 6.30 Uhr frühstücken und
Ankunft in Trondheim. Bis 8.00 Uhr sollen wir die Kabine räumen. Also packen
wir unsere Sachen zusammen und warten, daß die Luken geöffnet werden. Auschecken
ist diesmal völlig anders: An der Rezeption darf sich jeder mit seiner
Fahrzeug-ID-Card aus einer kleine Kiste einen / seinen Fahrzeugschlüssel
aussuchen. Von Vorteil war, daß unser Schlüssel personalisiert ist (gelber
Einkaufschip). Brigitte geht wieder mit dem Gepäck von Bord und wartet dann
in der Nähe des Parkplatzes. Nachdem Reiner im Fahrzeugdeck vergeblich nach
unserem Auto sucht bedeutet man ihm, daß es bereits draußen auf dem Parkplatz
steht.
Das Hotel in Trondheim haben wir,
trotz Umleitung, sofort gefunden. Die Anfahrt ist schwierig, da es keine
Haltemöglichkeit vor dem Hotel gibt. Glücklicherweise ist unter dem Hotel ein
Parkhaus, aber Vorsicht, auch wenn man kein Parkticket ziehen muß, ist es
nicht umsonst. Beim Einfahren wird die Autonummer gescannt und diese ist
gleichzeitig Registriernummer für die Bezahlung. Wenn man Glück hat findet
man jemanden, der die Tür zum Fahrstuhl öffnet, so daß man mit seinem Gepäck
direkt in das Hotel kann. Netterweise haben wir schon um 10.00 Uhr ein Zimmer
bekommen, geräumig und gut ausgestattet. Wir wollen die Zeit nutzen und machen
gleich einen ausgedehnten Stadtrundgang, bestaunen die alten Speicherhäuser
am Kanal, die alte Brücke und selbstverständlich auch den gewaltigen
Nidarosdom. Wir genießen einen Kaffee im Dom Cafe, begucken die
Bischofsresidenz und das Kriegsmuseum und schlendern dann über den Markt in
die Altstadt und zurück zum Hotel. Dort machen wir eine ausgedehnte
Mittagspause.
|
|
Tag 16 / So. (23.07.)
|
Trondheim
– Lillehammer
Heldenbrücke
und olympische Gullideckel
|
|
Heute geht es weiter nach Lillehammer. Frühstück gibt es erst ab 8.00 Uhr, weil Sonntag ist. Gegen 9.30 Uhr fahren wir los.
Regen und Sonne wechseln miteinander ab. Wir fahren auch mal ein Stück off road, kann man aber auch weglassen. An einer alten Brücke, wo 1940 heldenhaft kämpfende Norweger den strategischen Punkt gegen deutsche Truppen verteidigten, finden wir einen schönen Parkplatz am Wasser und machen Mittagsrast und essen von unseren Vorräten. Zahlreiche Stops zum Fotografieren verlängern die Fahrzeit auf sieben Stunden, so daß wir das Hotel erst gegen 17.00 Uhr erreichen. Das Zimmer zu ebener Erde war für eine Übernachtung gut. Parken direkt vor dem Haus bis Montag 9.00 Uhr kostenfrei. Wir verschwenden keine Zeit um noch einen kurzen Rundgang durch die kleine Stadt zu machen. Der Kleinstadtchrakter ist noch vorhanden obwohl Olympia 1994 allgegenwärtig ist. Selbst auf den Gullideckeln ist das Olympialogo zu finden. In einem Straßencafe nehmen wir noch einen Drink bevor wir uns zum Essen in das Hotel begeben. Abendessen ist o.k. – für die asiatische Reisegruppe, die an dem Abend die Szenerie bestimmt, ausgelegt. |
|
Tag 17 / Mo. (24.07.)
|
Lillehammer – OsloRaddampfer, Verfassung und die Sonnenseite
|
|
Heute wollen wir weiter nach Oslo.
Gegen 9.00 Uhr fahren wir los und versuchen so wenig wie möglich die
stark frequentierte Autobahn E6 zu nutzen. Wir verlassen diese bei Gjovik und
schauen uns den alten Raddampfer Skibladner an, um dann auf der Straße 33
entlang des Westufers des Mjosa Sees Richtung Oslo zu fahren. Bei
Eidsvoll besuchen wir das Museum, wo sich die Norweger ihre Verfassung
gegeben haben und treffen schließlich wieder auf die E6. Eigentlich wollten wir noch auf den
Holmenkollen, aber unser Navi leider nicht. Wir haben wohl die Straße nicht
genau eingegeben. Dafür waren wir auf der anderen Seite ein ganzes Stück
oberhalb der Stadt und hatten einen fantastischen Blick über Oslo.
Die Zimmer sind hell und
geräumig. Wir nutzen den Nachmittag und schlendern noch ein wenig durch Oslo und entdecken am Fjordufer das tolle Fisch- und Meeresfrüchte Restaurant Solsiden. Der Name bedeutet soviel wie Sonnenseite. So früh (17.00 Uhr) geht es auch noch ohne Reservierung. Die Spezialität, Meeresfrüchteplatte mit Hummer, Kamtschatkakrabben, Scalopps und vielen Nordseekrabben, erscheint uns etwas zu mächtig. Also gibt es:
So gestärkt setzen wir unseren
Rundgang fort. Wir gehen zum Schloß und dann die Johann Gate zurück
zum Hotel. So kommen wir vorbei am Parlament, der Universität und dem
Nationaltheater. Damit haben wir aber auch wirklich genügend Bettschwere. |
|
Tag18/ Die. (25.07.)
|
Oslo
Sightseeing
mit der Metro und Burger im Fischrestaurant
|
|
Reiner weckt uns wieder um 6.00 Uhr – das sollte mal zu Hause so sein. Heute wollen wir vor oder spätestens gegen 10.00 Uhr auf dem Holmenkollen sein, bevor der große Ansturm los geht. Wir frühstücken ausgiebig und in aller Ruhe.
Wir genießen wieder den Ausblick über
die Stadt, durchforsten den Souvenirshop und trinken gemütlich Kaffee. Die
Kaffeestube ist leer und die Zimtschnecken frisch. Der obere Parkplatz ist
mittlerweile von Bussen überfüllt und für PKW kein Platz mehr. Wir meinen
alles gesehen zu haben und machen uns gegen 13.00 Uhr auf die Nahrungssuche. Leider
hat das hochgelobte Restaurant am Berg erst ab August wieder geöffn An der Uferpromenade, bebaut mit hochmoderner Architektur, reiht sich ein Restaurant neben das andere; China, Thai, Italien, Griechisch. Endlich entdecken wir ein Fischrestaurant und nehmen dort unseren Lunch und können gleichzeitig unsere Vorräte an Bargeld aufbrauchen; Brigitte hat Lachs mit Spinat und Reiner diesmal einen Burger. Nach soviel Fisch in den letzten Tagen ist das erlaubt. Danach bestaunen wir noch die modernen Glaspaläste, gucken mal hier und mal da und gehen letztendlich zurück ins Hotel. Dinner haben wir heute im Hotel – Fisch. Mit einem Glas Wein und Bier lassen wir den Abend ausklingen. Freuen uns auf das Fußballspiel Rußland / Deutschland der Frauen EM.
|
|
Tag 19/ Mi. (26.07.)
|
Oslo –
Kiel
Bockiger
Kassenautomat und Großes Abschiedsbuffet
|
|
Unsere Fähre geht erst um 14.00 Uhr,
einchecken ist um 12.00 Uhr. Also haben wir reichlich Zeit zu frühstücken,
unsere Sachen zu packen und uns auf die Rückfahrt zu freuen. Reiner geht
schon mal das Auto aus dem Parkhaus zu holen. Diesmal
ist es nicht so problemlos, wie in Trondheim. Der Kassenautomat
akzeptiert weder Kredit- noch EC-Karte und Bargeld war ja alle. Also,
erst mal auf Wanderschaft, einen Geldautomaten suchen. Nach gefühlten
5km Fußmarsch endlich Geld aus einem Automaten am Bahnhof bekommen,
geht es zurück ins Parkhaus. Die Parkkarte in den einen Schlitz und das
Geld in den anderen dafür vorgesehenen. Doch halt! Offenbar ist
das Vertrauen der Maschine in die norwegische Krone nicht
unerschütterlich. Jedenfalls deutete uns der Apparat: wir mögen ihm
doch bitte kleine Scheine bringen. Also gingen wir wieder auf die Suche
nach freundlichen Leuten, die unsere großen Scheine in kleine tauschen.
Im nahegelegenen Museum hatten wir kein Glück, ein Kellner in einem
kleinen Bistro konnte uns wenigstens einen der großen grünen Scheine
tauschen und schließlich hatten wir in einem Hotel in der Nähe doch
noch Glück. Wir fütterten den Automaten mit kleinen gebrauchten
Scheinen und konnten so unser Auto für die Heimfahrt auslösen. Die Zeit war mittlerweise auch soweit
fortgeschritten, daß wir direkt zum Terminal fahren konnten. Boarding
wie bei der Herfahrt problemlos und gut organisiert. Die Kabine war ähnlich wie auf der Herfahrt; nur war der Deckenlüfter diesmal verdächtig leise. Wir richten uns für die Rückfahrt ein, schauen noch in der Shopping-Area vorbei, um noch einige Mitbringsel zu erstehen und begeben uns zum Großen Abendbüffet ins Bordrestaurant. Das Buffet hatten wir bereits von zu Hause aus geordert. Wir bekommen einen Platz an einem kleinen Zweiertisch zugewiesen, wo sich auch sofort einer der Kellner um uns bemüht. Der Platz hätte besser sein können, aber das Essen entschädigte um ein vielfaches. |
|
Tag 20/ Do. (27.07.)
|
Kiel
wieder
in Deutschland
|
|
Nach etwa 2.400 km entspanntem Fahren auf norwegischen Straßen sind die letzten Kilometer deutsche Autobahn ein Erlebnis der besonderen Art. Keine Brücken, keine Fähren, kein Warten vor Wechselampeln sondern nur schnell durch, durch den dichten Verkehr.
Wir befürchteten
zuvor, daß die langen Etappen vielleicht etwas anstrengend sein könnten. Dies
war zu keiner Zeit der Fall, weil wir oft Pausen einlegten um die Landschaft
zu genießen oder auf eine Fähre warteten oder touristische Punkte an der
Strecke entdeckten. Wie oftmals auch in dem detaillierten und auf Landeskenntnis basierten Reiseplan vorgeschlagen. Wer
nach Nordnorwegen fährt, der sollte auch wissen, daß das Klima sehr
stark vom Golfstrom beeinflußt ist und Regentage einfach dazu gehören.
Dafür hat man den Vorteil, daß dort im Norden doch recht angenehme
Temperaturen sind. Entgegen unseren Erfahrungen aus den 90iger Jahren
kann man in den Städten sehr gute Restaurants mit gepflegter Küche
finden. Als angenehm empfanden wir auch, daß einige Hotels ein
Abendessen inkludierten aber man sollte sich davon auch nicht abhalten
lassen die sehr guten Restaurants zu entdecken. Für die
verschiedenen Stationen empfiehlt es sich das Gepäck in mehere Teile so
aufzuteilen, daß man nicht immer alles (z. Bsp. auf die Fähre
oder nur eine Hotelübernachtung) sondern nur das Passende bei
sich hat. Neben unzähligen Fotos, tollen
landschaftlichen Eindrücken und Begegnungen mit den meist coolen und
entspannten Bewohnern des Landes nehmen wir auch noch das Erlebnis der Hochseefischerei
mit nach Hause und werden uns sicher noch lange an diese besondere Reise
erinnern. |
|
|
|
|